Welche Ziele verfolgt die PAAD?

Die PAAD als Fachgesellschaft will auf vielen Gebieten der HIV-Behandlung und Prävention aktiv werden. Neben den unten aufgeführten Punkten sucht die PAAD die Zusammenarbeit mit anderen Fachgesellschaften um diese zu unterstützen. Insbesondere findet eine Zusammenarbeit mit dem Kompetenznetz HIV, der Deutsch-Österreichischen-AIDS Gesellschaft und auf Wunsch auch direkt mit Behörden des Bundesministerium statt. Ziel bleibt es immer die Situation HIV-exponierter oder infizierter Kinder zu verbesseren. Insbesonder eine national koordinierte medizinische Datenerhebung im Sinne von HIV-Therapiestudien ist ein Anliegen der PAAD. Letztlich werden in der BRD nur wenige Kinder in vielen Zentren behandelt. Eine medizinische Erhebung in einem einzelnen Zentrum kann daher keine aussagekräftige Daten garantieren. Erst der Zusammenschluß der Behandlungszentren in eine gemeinsame Arbeitsgruppe ermöglicht es aussagekräftige Daten zu erheben. Die PAAD ist solch eine Arbeitsgruppe.

Konkrete Ziele der PAAD:

  1. Förderung von Wissenschaft (Forschung und Lehre) zur HIV-Exposition sowie -Infektion im Kindes und Jugendalter. Insbesondere sollen therapeutische Studien geplant und in den Kliniken, d.h. HIV-Ambulanzen der Mitglieder des Vereins durchgeführt werden. Die Wirksamkeit der Therapien bereits behandelter Kinder soll in retrospektiven Analysen überprüft werden.
  2. Organisation und Durchführung von Fortbildungsveranstaltungen
  3. Regelmäßige, mindestens jährliche Fortbildung zum Thema "Kindliche HIV-Infektion" innerhalb der PAAD
  4. Symposien zum Thema "HIV im Kindesalter" auf den Jahrestagungen der Deutschen Gesellschaft für Kinderheilkunde und Jugendmedizin und der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie.
  5. Fortbildung: Weiterbildung von Laien und medizinischem Personal
  6. Aufbau eines Netzwerks zur Weitergabe wissenschaftlicher Informationen und zur Beantwortung medizinischer Fragen niedergelassener Ärzte und peripherer Krankenhäuser.
  7. Herausgabe von Therapierichtlinien zur kindlichen HIV-Infektion.

netzwerk

Helfen Sie uns ein pädiatrisches Netzwerk aufzubauen und auszubauen

Sofern Sie regelmäßig oder in häufiger Frequenz HIV-exponierte oder infizierte Kinder behandeln gliedern Sie sich bei der PAAD als Behandlungszentrum ein. Eine Mitgliedschaft nützt auch ihnen, denn Sie können direkt via Mailingliste mit HIV-Spezialisten konferrieren und Probleme erörtern. Sie können an Studien teilnehmen und an Therapieentwicklungen speziell für Kinder mitarbeiten. Durch spezielle Dokumentationskräfte der PAAD werden Sie dabei nicht zusäztlich in Ihrer Arbeit belastet. Kontaktieren Sie den Vorstand der PAAD bezüglich einer Mitgliedschaft. Oder nutzen Sie das Mitgliederformular um sich bei der PAAD anzumelden. Die Formalitäten zur Anmeldung sind auf dem Formular angegeben.

Die PAAD will nicht nur im nationalen Rahmen tätig sein, sondern zukünftig ihren Einfuss auch zum Nutzen von HIV-exponierten und infizierten Kindern im Außland geltend machen. Besonders in den Drittwelt-Ländern sind pädiatrische HIV-Experten gefragt.

Top

gift

Die PAAD ist am Kindermodul des KompNet-HIV maßgeblich beteiligt

Die Behandlung der kindlichen HIV-Infektion weicht in vielen Bereichen vom standardisierten Vorgehen beim Erwachsenen ab. Der kindliche Organismus reagiert auch durchaus different auf die Antiretrovirale Therapie (ART). Nebenwirkungen können die kindliche Entwicklung gegebenenfalls negativ tangieren, die Spätfolgen einer ART sind noch weitgehendst unbekannt. Um die Folgen einer ART auf Kinder genauer einschätzen zu können und das Verhältnis von Wirkung und Nebenwirkung verschiedener ART-Kombinationen möglichst zum Nutzen des Kindes auszubalancieren, ist logisch und konsequent Behandlungsdaten für Kinder zu erheben und auszuwerten. Als Kindermodul im durch das Bundesministerium für Bildung und Wissenschaft geförderten Kompetenznetz-HIV/AIDS konnte eine solche pädiatrisch orientierte Datenerfassung im Rahmen einer Patientenkohorte etabliert werden. Die PAAD ist die Fachgesellschaft die hierzu maßgeblich die Daten erfasst und an die Datenauswertungsstelle und Prüfstelle weitergibt.